Über Sven Skana

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Einträge von Sven Skana

Dichtes Auffahren und mehrmaliges Hupen sowie Lichtzeichen: Nötigung nach § 240 StGB?

Ein Klassiker des Verkehrsstrafrechts wurde durch das Amtsgericht Mannheim in einem Urteil ausgesprochen und ist seitdem durch viele gerichtliche Entscheidungen verfestigt worden. Das Gericht entschied, dass ein zu dichtes Auffahren und das Ignorieren des Mindestabstandes zwischen zwei PKW sowie das zusätzliche mehrmalige Betätigen der Fahrzeughupe in Kombination mit dauerhaften Schalten von Lichtzeichen eine Strafbarkeit wegen […]

Bußgeldbescheid & Standardisiertes Messverfahren – Überprüfung nicht notwendig für Verurteilung?

Der erste Senat für Bußgeldsachen des Thüringischen Oberlandesgerichts hat sich im Herbst 2020 erneut mit dem Thema des standardisierten Messverfahrens beschäftigen müssen, welches immer wieder für Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gerichten sowie der Literatur sorgt. Im vorliegenden Fall haben sich die Richter erneut dafür ausgesprochen, dass eine nachträgliche Überprüfbarkeit dieses standardisierten Messverfahrens nicht notwendig ist, um […]

Rotlichtverstoß mit Fahrverbot? Fehlende Erinnerung des Polizeibeamten – Einstellung des Verfahrens

Das Amtsgericht Dortmund hat in einem Urteil aus dem Jahre 2018 die Grenzen des Nachweises für einen qualifizierten Rotlichtverstoßes konkretisiert. Dieser führt dazu, dass der Beschuldigte eine Mindestgeldbuße von 100 € zu entrichten hat sowie einen Punkteeintrag in sein Verkehrszentralregister bekommt. Da dies eine deutliche Sanktionsverschärfung hinsichtlich des einfachen Rotlichtverstoßes darstellt, machte das Gericht deutlich, […]

Unfallflucht: keine Verletzung der Aufklärungsobliegenheit bei Entfernen von Unfall an einsamem Ort

Sachverhalt: In einer sehr dörflichen Gegend ereignete sich ein Unfall auf einer Landstraße. Eine Autofahrerin fuhr gegen ein Straßenschild und kam dabei von der Fahrbahn ab. Der dabei entstandene Schaden am Straßenschild belief sich auf 200,- EURO. Das Auto überschlug sich und kam in einem Bach, der neben der Straße verlief, zum Stehen. Am Fahrzeug […]

Unfall mit Ferrari: Erstattung von Mietwagenkosten für einen Lamborghini unverhältnismäßig?

Dem Fall liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Bei einem Verkehrsunfall im April 2018 wurde der Ferrari des Unfallgeschädigten derart zerstört, dass sich das Fahrzeug insgesamt 11 Tage lang in der Reparatur bei einer Fachwerkstatt befand. Für diese Reparaturzeit mietete sich der Geschädigte einen Lamborghini und verlangte die dadurch entstandenen Mietwagenkosten in Höhe von über 5.600 € […]

Scanner eines Paketauslieferers und Handyverstoß mit Bußgeld? Elektronisches Gerät § 23 Abs. 1 StVO!

Das Oberlandesgericht Hamm musste sich in einer Revisionsentscheidung im Sinne des Verkehrsrechts erneut mit dem § 23 Abs. 1a StVO und der Frage des „elektronischen Gerätes“ auseinandersetzen. Im vorliegenden Fall ging es um einen Scanner eines Paketauslieferungsfahrers. Die Richter waren sich einig, dass auch ein solches Gerät als ein Gerät im Sinne von § 23 […]

Einmaliger Ecstasy-Konsum – Entziehung der Fahrerlaubnis gerechtfertigt?

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat sich im Sommer 2020 über einem weiteren spannenden Fall des Verkehrsverwaltungsrechts beraten und ist letztendlich zu dem Entschluss gekommen, dass auch ein einmaliger Konsum von Ecstasy-Tabletten, ohne Bezug zu einer Drogenfahrt, die Nichteignung des Fahrerlaubnisinhabers begründen kann. Zudem müsse eine solche Substanz nicht mal im Körper des Verkehrsteilnehmers nachgewiesen worden sein, […]

Die Fahrweise des „Driftens“ stellt keine Erfüllung des Tatbestandes des § 315 d Abs. 1 Nr. 3 StGB d

Das Oberlandesgericht Zweibrücken hat im Sommer 2020 die Grenzen des jüngst eingeführten § 315 d StGB neu definiert. Die Revisionsinstanz kam zu dem Entschluss, dass die Fahrweise des „Driften“, dass kontrollierte Ausschlagen des Fahrzeughecks zur Übersteuerung, nicht unter die Tatbestandsalternative des Erreichens einer höchstmöglichen Geschwindigkeit falle. Zum Sachverhalt: In den Morgenstunden des 03.12.2018 hielten sich […]

Anordnung eines Aufbauseminars – Sogar nach Ablauf der Probezeit rechtmäßig?

Das Verwaltungsgericht Koblenz hat in einem brandaktuellen Urteil vom 14.12.2020 bekannt gegeben, dass eine Anordnung der Teilnahme an einem sogenannten „Aufbauseminar für Fahranfänger“ auch dann noch rechtmäßig ist, wenn die Probezeit des Fahrerlaubnisinhabers bereits beanstandungsfrei abgelaufen ist. Dies hat sich im vorliegenden Fall vorgetragen: Die Klägerin war Fahranfängerin und beging noch während sie sich in […]

41 km/h in verkehrsberuhigter Zone – Fahrverbot? „Schritttempo“ genügt nicht dem Bestimmtheitsgebot

Die Richter des OLG Hamm hatten sich im November 2019 mit dem Begriff der „Schrittgeschwindigkeit“ sowie deren Bestimmtheitserfordernissen auseinanderzusetzen. Die Entscheidung gelang aufgrund einer Rechtsbeschwerde einer am Amtsgericht anhängigen Sache zum Obergericht. Dieser lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Betroffene wurde vom Amtsgericht Dortmund aufgrund fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 31 km/h […]